Stefano Costantini promoviert im Programm „History, Representation and Restoration of Architecture“ der Sapienza Università di Roma. Er forscht zum Thema “Cognitive models for the conservation, management, and communication of cultural heritage”. Dabei untersucht er digitale Methoden zur Erforschung bedeutender Bauwerke des römischen Barock. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen die beiden berühmten Treppenanlagen des Palazzo Barberini in Rom.
Das Friedrich-Mielke-Institut für Scalalogie verfügt über international bedeutende Bestände zur Treppenkunde und Treppenforschung. Neben Fachliteratur stehen historische Forschungsunterlagen, Zeichnungen und Dokumentationen zur Verfügung, die neue Perspektiven auf die Analyse historischer Treppenräume eröffnen. Im Rahmen seines Forschungsaufenthalts nutzte Stefano Costantini diese Bestände für sein Dissertationsprojekt und wurde fachlich von Prof. Dr. Elke Nagel und Dr. Sophie Schlosser betreut und beraten.
Besonders die am Institut verfolgte holistische Betrachtungsweise lieferte wertvolle Impulse für die Untersuchung der barocken Treppenanlagen. Dadurch konnten neben typologischen, geometrischen und konstruktiven Merkmalen auch Fragen der räumlichen Wahrnehmung und architektonischen Wirkung vertieft analysiert werden. Dieser Ansatz schuf darüber hinaus eine wertvolle Grundlage für die zukünftige Strukturierung von 3D-Informationsmodellen der untersuchten Fallbeispiele.
Der Gastaufenthalt unterstreicht die internationale Ausstrahlung des Friedrich-Mielke-Instituts für Scalalogie und die Bedeutung der OTH Regensburg als Standort der Architekturforschung.